Kooperationen und Netzwerke

Regionalmanagement

Für die Metropolregion Ost Berlin - Brandenburg

Sie erstreckt sich vom nordöstlichen Rand Berlins bis ins östliche Brandenburg und verfügt über exzellente Verkehrsanbindungen sowohl an die deutsche Hauptstadt als auch nach Osteuropa. Darüber hinaus kennzeichnen zahlreiche Wohn- und Gewerbestandorte, vielseitige Naherholungsziele sowie eine gut entwickelte Infrastruktur die Region. Diese Qualitäten werden von Bewohnern, Besuchern und Unternehmen gleichermaßen genutzt und geschätzt.
Aufgabe des Regionalmanagements ist die Positionierung der Region als attraktiven Wirtschaftsstandort und sehenswertes Tourismusziel. Die Grenzen zwischen der Großstadt Berlin und den östlichen Umlandgemeinden werden kaum noch wahrgenommen, längst ist ein gemeinsamer Wirtschaftsraum entstanden.
In den Branchen der Tourismuswirtschaft, der Industrie und der Gesundheitswirtschaft arbeiten Unternehmen schon jetzt sehr eng mit Schulen, Hochschulen, Wirtschaftsfördergesellschaften und vielen anderen Institutionen zusammen. Eines der herausragenden Themen der nächsten Jahre ist dabei auch die gemeinsame Ausbildung von Fachkräften. Diesen und viele anderen Themen widmen sich die Partner gemeinsam mit den Unternehmen in der Region.
Die Partner:
  • das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin
  • der Landkreis Märkisch-Oderland mit der STIC Wirtschaftsfördergesellschaft mbH
  • die Städte Altlandsberg und Strausberg
  • die Gemeinden Ahrensfelde, Fredersdorf-Vogelsdorf, Hoppegarten, Neuenhagen bei Berlin, Petershagen/Eggersdorf und Rüdersdorf
  • die Industrie- und Handelskammern Berlin und Ostbrandenburg
  • Unternehmensvertreter aus Marzahn-Hellersdorf und Märkisch-Oderland.
Das Projekt wird aus Mitteln des Bundes und des Landes Berlin im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) gefördert.

Erster Aufschlag als zartes Plänzchen

Am 11. Februar 2016 erfolgte der offizielle Start des ersten länderübergreifenden Regionalmanagements zur Wirtschaftsförderung.
Als Projektpartner unterstützen die Industrie- und Handelskammern Berlin und Ostbrandenburg das regionale Netzwerk Marzahn-Hellersdorf – Märkisch-Oderland – Ahrensfelde. Vor allem die Branchen Industrie und Tourismus sollen von der stärkeren Vernetzung profitieren.
Die Vernetzung des gemeinsamen Wirtschaftsraumes im östlichen Berliner Umland nimmt immer stärker zu. Diese Entwicklung gilt es durch abgestimmtes Handeln und gemeinsames Engagement zu fördern“, erläutert Gundolf Schülke, Hauptgeschäftsführer der IHK Ostbrandenburg. „Wir müssen die Stärken der Teilräume zusammenbringen und die letzten Lücken in der Infrastruktur aber auch der länderübergreifenden Kommunikation beseitigen – dafür bietet das Regionalmanagement die besten Voraussetzungen.“

„Herausforderungen machen an den Ländergrenzen nicht Halt. Deshalb ist es sinnvoll, diese strategisch und operativ gemeinsam anzupacken“, erklärt Melanie Bähr, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der IHK Berlin. „Um die Industriegebiete im Berliner Osten zu stärken, ist beispielsweise eine bessere Anbindung an das übergeordnete Straßennetz wichtig. So wartet die Wirtschaft bis heute auf eine leistungsfähige Ortsumfahrung in Ahrensfelde. Gemeinsame Herausforderungen benötigen gemeinsame Lösungsansätze“, so Melanie Bähr weiter.
Neue Kommunikationsstruktur fördert die Zusammenarbeit
Wirtschaft kennt keine administrativen Grenzen. Unternehmen produzieren in Brandenburg und finden ihre Märkte in Berlin und umgekehrt. Die Bevölkerung wächst in beiden Regionen. Täglich überqueren tausende Pendler die Landesgrenzen. Allein die Zahl der Berufspendler ist in den vergangenen zehn Jahren um über 30 Prozent gestiegen. Touristen besuchen wechselseitig Destinationen in Berlin und Brandenburg. Das Regionalmanagement schafft eine neue Kommunikationsstruktur, um für die Wirtschaft über die Ländergrenzen hinweg gute Lösungen auf den Weg zu bringen.

Das Regionalmanagement wird für drei Jahre durch das Land Berlin mit rund 560.000 Euro gefördert. 190.000 Euro Eigenanteil bringen die beteiligten Kommunen, der Landkreis MOL und die IHKs auf. Der Sitz der Geschäftsstelle befindet sich im STIC in Strausberg, dort sind drei Mitarbeiterinnen für die Koordinierung und Umsetzung zuständig.