Verkehr

Konjunktur nimmt wieder Fahrt auf

Wie im Bausektor kann aufgrund einer verhältnismäßig geringen Antwortzahl für das Verkehrsgewerbe keine eindeutige Aussage getroffen werden. Die eingegangenen Antworten legen allerdings nahe, dass sich die aktuelle Geschäftslage im Vergleich zum Jahresbeginn positiv entwickelt hat. So ist der Saldo aus einer guten und einer schlechten Geschäftslage von -18,5 Punkten auf -1,5 Zähler angestiegen. Insbesondere der Anteil der Unternehmen mit einer schlechten Geschäftslage dürfte in den vergangenen Monaten zurückgegangen sein.
Auch die Ergebnisse für die Geschäftserwartungen deuten auf eine günstige Entwicklung des Verkehrsgewerbes hin. Der entsprechende Saldo aus positiven und negativen Geschäftserwartungen erhöhte sich vom Jahresbeginn zum Frühsommer von -34,8 Punkten auf -14,7 Zähler. Wie schon bei der aktuellen Geschäftslage dürfte dies vor allem aus einem gesunkenen Anteil der Unternehmen mit pessimistischen Zukunftsaussichten resultieren. Angesichts der relativ geringen Antwortzahl sind diese Ausführungen jedoch mit einer höheren Unsicherheit behaftet als bei anderen Branchen.
Die Ergebnisse weisen außerdem hin, dass der Anteil der investierenden Verkehrsunternehmen gegenüber dem Jahresbeginn von 59,6 auf 56,7 Prozent zurückgegangen ist. Gleichzeitig lässt der Saldo aus steigenden und fallenden Investitionen auf eine Verbesserung schließen. Der betreffende Wert sprang von -28,3 Punkten auf 18,4 Zähler. Aktuell rechnet demnach keines der investierenden Verkehrsunternehmen mit sinkenden Investitionen. Die überaus positive Entwicklung des Saldos dürfte allerdings in Teilen auf die geringe Antwortzahl zurückzuführen sein.
Dieser Einfluss wird ebenso bei den Investitionsmotiven deutlich. Dort geben 100,0 Prozent der Verkehrsunternehmen den Ersatzbedarf als einen ihrer Investitionsgründe an. Auf den Rängen zwei und drei folgen Umweltschutzmaßnahmen mit 47,4 Prozent und Rationalisierungen mit 7,9 Prozent. Auf Kapazitätsausweitungen und Produktinnovationen dürften die Unternehmen indessen verzichten.

Trotz der positiven Entwicklung der aktuellen Geschäftslage und der Geschäftserwartungen lassen die Ergebnisse im Verkehrsgewerbe auf eingetrübte Beschäftigungsabsichten schließen. Der Saldo aus steigenden und fallenden Beschäftigtenzahlen sank im Vergleich zum Jahresbeginn von -6,5 Punkten auf -8,8 Zähler. Vier von fünf Verkehrsunternehmen rechnen allerdings mit einem gleichbleibenden Personalbestand. Die höhere Unsicherheit in den einzelnen Werten bleibt infolge der geringeren Antwortzahl im Verkehrsgewerbe jedoch zu berücksichtigen.
Zu den größten wirtschaftlichen Risiken zählen für das Verkehrsgewerbe aktuell die Energie- und Rohstoffpreise mit 95,6 Prozent sowie die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen mit 61,8 Prozent. Von größerer Bedeutung sind darüber hinaus der Inlandsabsatz mit 50,0 Prozent und der Fachkräftemangel mit 35,3 Prozent.
Sie lesen den Konjunkturbericht lieber als zusammenhängende Broschüre? Auf Anfrage schicken wir Ihnen den Konjunkturbericht gerne in der gedruckten Fassung oder als PDF-Datei zu.