Konjunktur und Statistik

Konjunkturelle Entwicklung

Die Geschäftslage und die Geschäftserwartungen der gewerblichen Wirtschaft in Ostbrandenburg haben sich infolge des Coronavirus zum Frühsommer erheblich verschlechtert. So verringerte sich der Saldo aus einer guten und einer schlechten Geschäftslage gegenüber dem Vorjahr um 56 Zähler auf -15 Punkte. Gleichzeitig sank der Saldo aus positiven und negativen Geschäftserwartungen um 49 Zähler auf -54 Punkte. Damit liegen beide Indikatoren noch unter den in der Finanzkrise 2008/2009 gemessenen Werten.
Vor diesem Hintergrund haben die Investitionsabsichten der Unternehmen deutlich  an Dynamik verloren. Der Anteil der Betriebe, die in den kommenden Monaten nicht investieren wollen, verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahr von 20 auf 40 Prozent.  Selbst bei den Unternehmen, die noch mit Investitionen planen, verringerte sich der entsprechende Saldo von 24 auf 20 Punkte. Ebenso besorgniserregend verhält es sich mit den Beschäftigungsabsichten. Betrug der Saldo aus steigenden und fallenden Beschäftigtenzahlen im Vorjahr noch -2 Punkte, verringerte er sich in der aktuellen Umfrage auf -28 Punkte.
Die Auswirkungen des Coronavirus beeinträchtigen bei vielen Betrieben die Liquidität. Knapp drei Viertel berichten, dass diese bei ihnen akut oder langfristig gefährdet ist. Dementsprechend benötigen die Unternehmen aus der Region dort jetzt dringende Unterstützung. Wichtige Maßnahmen sollten hier schnelle und direkte Zuschüsse  (65 Prozent) und befristete Steuererleichterungen wie beispielsweise Steuerstundungen (57 Prozent) bilden.
Eine detaillierte Beschreibung der Ergebnisse für das Land Brandenburg sind in der beigefügten Pressemitteilung zu finden. Zum Vergleich stehen darüber hinaus die Konjunkturberichte vorangegangener Befragungen zur Verfügung.