Dienstleistungen

Ostbrandenburger Unternehmen im Aufwärtstrend

Die aktuelle Geschäftslage der Dienstleistungen in Ostbrandenburg hat sich gegenüber dem Jahresbeginn erheblich verbessert. Der Saldo aus einer guten und einer schlechten Geschäftslage erhöhte sich von 4,7 Punkten auf 33,1 Zähler. Dies beruhte zum einen auf dem geringeren Anteil der Unternehmen mit einer schlechten Geschäftslage. Zum anderen war beim Anteil der Unternehmen mit einer guten Geschäftslage nahezu eine Verdopplung festzustellen. Die aktuelle Geschäftslage der Dienstleistungen befindet sich damit auf einem ähnlichen Niveau wie im vergangenen Herbst.
Ein ebenfalls positiver Trend zeigt sich in den Geschäftserwartungen der Ostbrandenburger Dienstleistungen. So stieg der Saldo aus positiven und negativen Geschäftserwartungen im Vergleich zum Jahresbeginn von -28,4 Punkten auf -12,6 Zähler. Dies resultierte insbesondere aus dem erheblich gesunkenen Anteil der Unternehmen mit pessimistischen Zukunftsaussichten. Insgesamt rechnen aber weiterhin mehr Unternehmen mit schlechteren als mit besseren Geschäften. Rund drei Viertel der Dienstleister geht von einer gleichbleibenden Geschäftslage aus.
Der Anteil der investierenden Unternehmen hat sich in den Ostbrandenburger Dienstleistungen vom Jahresbeginn zum Frühsommer von 70,3 auf 65,3 Prozent verringert. Gleichzeitig nahm der Saldo aus steigenden und fallenden Investitionen von 6,7 Punkten auf 25,6 Zähler zu. Hierzu hat vor allem der deutlich niedrigere Anteil der Unternehmen mit sinkenden Investitionen beigetragen. Da sich sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Geschäftserwartungen positiv entwickelten, dürfte sich das Investitionsklima in den Dienstleistungen insgesamt verbessert haben.
Bei den Investitionsmotiven spielt der Ersatzbedarf mit 88,3 Prozent in den Dienstleistungen weiterhin die größte Rolle. Die Ränge zwei und drei belegen Produktinnovationen mit 32,2 Prozent und Kapazitätsausweitungen mit 31,1 Prozent. Eine etwas geringere Bedeutung haben dagegen Umweltschutzmaßnahmen mit 27,2 Prozent und Rationalisierungen mit 22,2 Prozent.

Vor dem Hintergrund der besseren Geschäftserwartungen haben sich die Beschäftigungsabsichten in den Ostbrandenburger Dienstleistungen erholt. Der Saldo aus steigenden und fallenden Beschäftigtenzahlen kletterte gegenüber dem Jahresbeginn von -4,0 Punkten auf 0,7 Zähler. Diese Verbesserung resultierte zum einen aus dem geringeren Anteil der Unternehmen mit geplanten Entlassungen. Zum anderen wuchs aber auch der Anteil der Unternehmen, die ihre Personaldecke ausbauen wollen. Die Beschäftigungsabsichten haben sich somit seit dem vergangenen Herbst kontinuierlich verbessert.
Die größten wirtschaftlichen Risiken für die Ostbrandenburger Dienstleistungen bestehen mit 59,4 bzw. 56,2 Prozent aktuell in den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen sowie den Energie- und Rohstoffpreisen. Darüber hinaus bewerten 47,7 bzw. 43,8 Prozent der Dienstleister den Fachkräftemangel und den Inlandsabsatz als Problem für ihren unternehmerischen Erfolg.
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