Infrastruktur

Verkehr am Limit

Die Studie prognostiziert, dass die Verkehrsbelastung durch das Wachsen der Gemeinden, der Gewerbestandorte sowie durch die Eröffnung und das weitere Wachstum des Großflughafens BER stark zunehmen und die zukünftige Verkehrssituation sehr herausfordernd wird.
Die Berlin-Brandenburger Industrie- und Handelskammern, insbesondere die IHK Cottbus haben die künftigen Verkehrsentwicklung im Umfeld des Hauptstadtflughafens BER in einer Studie untersucht.
Anlass der Analyse war, dass sich das Fluggastaufkommen der Berliner Flughäfen weit positiver entwickelte als einst prognostiziert.
Bisherige Planungen stützen sich auf bereits überholte Daten. Die Betrachtung der gesamten länderübergreifenden Flughafenregion, ein ganzheitlicher Überblick zum gegenwärtigen Verkehr und zur künftigen Verkehrsentwicklung der umliegenden Flughafengemeinden ist neu.
Die Ergebnisse verwundern nicht
Allein in der Gemeinde Schönefeld werden 600 Hektar Fläche entwickelt und bebaut, insgesamt im weiteren Umfeld 1100 Hektar, die jetzt schon genehmigt sind. Im nahe gelegenen Kiekebusch beispielsweise wird ein Amazon Lager neu gebaut, hier werden täglich zusätzlich 1000 LKW und 2000 PKW mehr erwartet, in Spitzenzeiten verdoppeln sich diese Zahlen. Eine Anschlussstelle (AS) Kiekebusch an der A113, südlich der AS Waltersdorf gelegen, ist bereits in Planung. Im weiteren Umfeld wird der Anstieg der Belastung des südlichen Berliner Rings mit seiner Ost-West Funktion überproportional steigen. Damit wird die Dringlichkeit des Ausbaus der A12 erneut deutlich. Ebenso wird der ÖPNV sich neuen Herausforderungen stellen müssen. Bis 2040 werden 135.000 zusätzliche Arbeitsplätze im Umfeld des BER entstehen. Dabei wird auch der Ostbahn die wichtige Aufgabe zuteil Arbeitskräfte zum BER zu transportieren, zum Beispiel aus dem Landkreis Märkisch-Oderland oder aus Polen.