Infrastruktur

Schleuse Fürstenwalde - Neubau dringend gefordert

Bei der Begehung der Schleuse zeigte sich: sie ist veraltet und marode. Selbst in gutem Zustand wäre sie für moderne Schiffe deutlich zu klein. Im Bundesverkehrswegeplan ist der Neubau allerdings bis 2030 geschoben worden. Für Ostbrandenburger Unternehmen ist dieser Zeitplan mit wirtschaftlichen Risiken und Problemen verbunden.
Martin Bock, Geschäftsführer der FGL Handelsgesellschaft mbH in Fürstenwalde, verdeutlichte das Potenzial der Wasserstraße für sein Unternehmen und die Region. Straße und Schiene sind für ihn keine Alternative: die Abnehmer sind gleistechnisch nicht angebunden und der Transport würde sich verteuern. Mit Schiffen lässt sich ein emmissionsfreier Transport von großen Mengen durch Deutschland realisieren.
Für Finn Melgaard, Geschäftsführer der Reuther STC GmbH, ist die Wasserstraße die Möglichkeit, große Bauteile zu transportieren. Jeder Transport auf der Straße bedeutet Sondergenehmigungen, Sperrungen von Straßen und Umwege, verbunden mit erhöhten Kosten. Eine Verlängerung der Schleuse sichert die Zukunft des Unternehmens und sorgt aktiv für eine Verlagerung der Straßentransporte.
Die IHK Ostbrandenburg setzt sich seit vielen Jahren aktiv für einen baldigen Neubau der 127 Jahre alten Schleuse Fürstenwalde und den Erhalt der Wasserstraßen als wichtigen Standortfaktor ein.