Infrastruktur

Brandenburg braucht Breitband

Einen schnellen Internetanschluss braucht fast jedes Unternehmen in Ostbrandenburg, um den Trend der Digitalisierung nicht zu verpassen. Im Jahr 2020 gibt es über 4000 Meldungen im Breitbandatlas Brandenburg, die einen schnellen Internetanschluss über 50 Mbit/s anzeigen. Seit Jahren setzen sich die IHKs gemeinsam mit den Breitbandverantwortlichen der Landkreise und dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg dafür ein, die weißen Flecken zu beseitigen. Die fehlenden Glasfaserinfrastrukturen in den ländlichen Regionen sind längst überfällig und müssen zeitnah zur Verfügung stehen. Die Wirtschaft fordert deshalb, den Breitbandausbau mit höchster Priorität und politischer Unterstützung zu beschleunigen.
Eine moderne und zukunftssichere Glasfaserinfrastruktur ist ebenfalls notwendig, um die steigenden Bedarfe im Mobilfunkbereich insbesondere mit dem Blick auf den WLAN- und den 5G-Ausbau zu decken. Die 5. Generation (5G) im Mobilfunknetz darf nicht genauso schleppend vorangehen, wie es bei den vorherigen Wellen des Breitbandausbaus geschehen ist. Die metropolennahen Städte um Berlin, haben natürlich den Vorteil der schnellen Versorgung von vielen Menschen. Jedoch leben in der Grenzregion zu Polen noch sehr viele Menschen, die in regionalen Unternehmen arbeiten, Homeoffice-Angebote nutzen oder ihre Freizeit verbringen. Ohne die gewohnte Netzverfügbarkeit der städtischen Bevölkerung leiden nicht nur die regionalen Unternehmen an den Standortnachteilen des fehlenden Internets, sondern auch deren Kunden.
Im Jahr 2020 sollen nun viele Glasfaserleitungen bis an die Gewerbe- und Wohngebäude verlegt werden. Alle Landkreise haben dazu die entsprechenden Verträge mit den Kommunikationsanbietern geschlossen. Die Engpässe in den baulichen Genehmigungsverfahren sind erkannt und sollten keine größeren Ausbauverzögerungen nach sich ziehen. Weitere Pilotprojekte für die bessere Versorgung von Pendlerstrecken in den Regionalbahnen und die autonome Binnenschiffahrt stehen in den Startlöchern.
Der kommende Breitbandausbau ist auch eine regionale Gemeinschaftsaufgabe. Vor dem Hintergrund einiger vergangener technologischer Gegenbewegungen wäre es für viele Unternehmen und Menschen hinderlich, wenn der geplante Glasfaserausbau nur unvollständig umgesetzt werden kann.
Eine Meldung im Brandenburger Breitbandatlas unter dem Gesichtspunkt der Mobilfunkversorgung, hilft, eventuell unbekannte Bedarfe zu berücksichtigen.