Förderprogramm "Energieberatung im Mittelstand"

Das Beratungsprogramm Energieberatung Mittelstand (EBM) wird seit dem 1. Januar 2016 mit einer neuen Förderrichtlinie weitergeführt. Die gesamte Abwicklung (inklusive Antragsverfahren und Nachweisprüfung) erfolgt jetzt durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).
Einige Kernelemente des neuen Programms:
  • Die Beratung soll sich grundsätzlich an den Standards eines Energieaudits nach DIN EN 16247-1 orientieren, dabei aber auf die unternehmensindividuelle Situation angepasst werden. Neu sind die Möglichkeit einer Umsetzungsbegleitung sowie die Erarbeitung eines Abwärmekonzepts sofern sinnvoll und innerhalb der maximalen Förderhöhe möglich.
  • Der mögliche Beratungsumfang wird auf den Neubau von Gewerbegebäuden oder die Sanierung von betrieblichen Gebäuden (Ausnahme Wohnungswirtschaft), die Betrachtung des Fuhrparks sowie die Stromerzeugung und -einspeisung erweitert.
  • Künftig sind auch Unternehmen mit kleinen Verbräuchen und geringen Energiekosten antragsberechtigt (Wegfall der Mindestgrenze von 5.000 Euro Energiekosten/Jahr). Die maximale Förderhöhe ist gestaffelt:
    • Für Unternehmen mit jährlichen Energiekosten von maximal 10.000 Euro beträgt die Zuwendung 80 Prozent der förderfähigen Beratungskosten (Netto-Beraterhonorar) - jedoch maximal 1200 Euro.
    • Für Unternehmen, deren jährliche Energiekosten über 10.000 Euro liegen, beträgt die Zuwendung 80 Prozent der förderfähigen Beratungskosten (Netto-Beraterhonorar) - jedoch maximal 8.000 Euro.
  • Die Anträge werden künftig über ein Online-Formular direkt beim BAFA eingereicht. Den Antragsunterlagen muss ein Kostenvoranschlag des Energieberaters beigelegt werden.
  • Zum Nachweis müssen der Bericht und die Rechnung des Beraters sowie eine Beleg über die geleistete Zahlung vorgelegt werden. Die Beratungsphase darf inklusive der Umsetzungsbegleitung höchstens zwölf Monate umfassen. Nach Prüfung durch das BAFA wird die Förderung in Form eines Zuschusses an den Antragsteller ausgezahlt.
  • Nach 24 Monaten soll eine erneute Antragstellung möglich sein. Die Förderrichtlinie gilt vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2019.