Verkehr

Unternehmer im Güterkraftverkehr

Damit eine Erlaubnis oder Lizenz für ein Güterkraftverkehrsunternehmen erteilt wird, muss der Unternehmer oder die zur Führung der Güterkraftverkehrsgeschäfte bestellte Person die fachliche Eignung nachweisen. Daneben sind die persönliche Zuverlässigkeit des Antragstellers und die finanzielle Leistungsfähigkeit seines Betriebes entscheidend. 
Der Eignungsnachweis wird in der Regel durch eine Fachkundeprüfung vor der Industrie- und Handelskammer erbracht. Örtlich zuständig ist die IHK, in deren Bezirk der Prüfling seinen Wohnsitz hat. Das Merkblatt für die Fachkundeprüfung kann im Downloadbereich abgerufen werden.
Wurde der Fachkundenachweis vor dem Inkrafttreten der Berufszugangsverordnung erstellt, kann dieser von der zuständigen IHK in eine Fachkundebescheinigung nach dem EU-Muster (EG) 1071/2009 umgeschrieben werden.
In Absprache mit der IHK Berlin und den Brandenburger Kammern wollen wir künftig bei der Durchführung der Fachkundeprüfungen stärker zusammenarbeiten. Durch die Bündelung von Fachkompetenz und Ressourcen wird es ermöglicht, dass Prüfungsteilnehmern etwa monatlich ein Prüfungstermin zur Anmeldung zur Verfügung steht. Für alle Termine ab Januar 2020 müssen die Teilnehmer keinen Antrag auf Verweisung bzw. Freistellung erbringen.
Unternehmer, die Werkverkehr betreiben und hierbei Lkw, Lkw mit Anhänger oder Sattel-Kraftfahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht einsetzen, müssen ihr Unternehmen beim Bundesamt für Güterverkehr (BAG), Außenstelle Schwerin anmelden. Die Anmeldung muss vor Beginn der ersten Beförderung erfolgen.