2.10.2020 | Pressemeldung

Nach 30 Jahren: Brandenburg ist auf einem guten Weg

Die Bundesregierung zieht in ihrem Lagebericht zu 30 Jahre Deutsche Einheit eine überwiegend positive Bilanz zur Wirtschaftsentwicklung in den neuen Bundesländern. Als Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft für die Brandenburger Industrie- und Handelskammern (IHK) blickt auch Peter Kopf positiv zurück und in die Zukunft von Brandenburg.
„Das Land Brandenburg hat in den letzten drei Jahrzehnten einen nie gekannten Aufschwung erlebt. Als IHKs bedanken wir uns bei den mutigen Gründern, Investoren und Entscheidungsträgern von damals für ihre beispiellose Aufbauarbeit und Mitgestaltung der Brandenburger Wirtschaft. Sie haben das Land stark und durch Innovation und Ausbildung zukunftsfähig gemacht. Dieser Weg muss jetzt konsequent fortgeführt werden. Dazu braucht es weitere Unterstützung für die Innovationskraft der Unternehmen, bei der Fachkräftesicherung oder beim Auf- und Ausbau der Exportgeschäfte - vor allem aber auch bei der Sicherung ihrer Unternehmensnachfolge. Insbesondere für Rückkehrer und Gründer eröffnen sich hier im nächsten Jahrzehnt spannende Entwicklungsperspektiven.
Die wirtschaftliche Entwicklung ist beachtlich und zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind - auch wenn durch die aktuelle Krise die Brandenburger Wirtschaftsleistung und Gründerzahlen moderat zurückgegangen sind. Es geht in zielgerichteten Schritten voran, Wege für gänzlich neue Wirtschaftszweige werden geebnet. Als dynamisches Gründerland wird Brandenburg auch für internationale Investoren zunehmend interessanter. Deutlich wird dies nicht zuletzt in der Tesla-Ansiedlung, die in atemberaubendem Tempo in Grünheide verwirklicht wird. Auch wirtschaftspolitische Weichenstellungen für Investitionsentscheidungen wie die Batteriefertigung durch die BASF in Schwarzheide oder das Instandhaltungswerk der Deutschen Bahn in Cottbus bringen das aktuell zum Ausdruck. Für Westbrandenburg sei hier die Verlagerung des Europasitzes des US-Batterieherstellers Microvast nach Ludwigsfelde genannt.
Um das Wachstum der Hauptstadtregion zu beschleunigen, nimmt Brandenburg eine bedeutende Rolle als Entwicklungsraum für Ansiedlungen ein. Doch die Potenziale, die die wachsende Metropole Berlin als Motor und ihr Umland mit sich bringen, werden bis heute zu wenig ausgeschöpft. Sie müssen für eine nachhaltige Zukunftsgestaltung der gesamten Region genutzt werden. Darum ist die vor einigen Tagen vereinbarte stärkere Zusammenarbeit beider Länder unerlässlich und ausdrücklich zu begrüßen. Sie muss dabei das Ziel haben, durch konkrete Vorhaben, die Metropolenregion mit dem ländlichen Raum stärker zu vernetzen."