07.07.2021 | Pressemeldung

Mit dem Ferienjob bewerben

IHK Ostbrandenburg informiert zur Beschäftigung von Schülerinnen und Schülern
Ferienzeit ist Ausnahmezeit – auch was das Arbeitsverbot für schulpflichtige Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr betrifft. Unter bestimmten Bedingungen können Unternehmen in dieser Zeit Mädchen und Jungen ab 15 Jahren für vier Wochen beschäftigen.
„Wie diese 20 Arbeitstage aufgeteilt werden, sollten die Firmen individuell mit den Ferienjobbern vereinbaren“, sagt Antje Gollnisch, IHK-Referentin Recht und Steuern. „Sowohl ein langer als auch mehrere kurze Einsätze sind denkbar. Allerdings darf die Arbeitszeit von 40 Stunden wöchentlich und acht Stunden täglich nicht überschritten werden.“
Jugendliche ab 16 Jahren können in Gaststätten bis 22 Uhr beispielsweise in der Spülküche unterstützen und in der Landwirtschaft schon um 5 Uhr auf dem Feld stehen. In diesen und einigen weiteren Bereichen sind auch Wochenend- und Feiertagsarbeit für unter 18-Jährige möglich. Alle anderen Branchen müssen ihre Ferienjobber zwischen 6 und 20 Uhr einsetzen. Auch Pausenzeiten sind im Jugendarbeitsschutzgesetz geregelt.
„Bevor ein Ferienjobber beginnt, sollten Unternehmer die Art und Tätigkeit der Schülerin oder des Schülers schriftlich festhalten und sich den Schülerausweis zeigen lassen,“ rät Antje Gollnisch. Die schriftliche Einverständniserklärung der Eltern und die Angabe zur Krankenversicherung sollten auch nicht fehlen. Zwar zählt ein Ferienjob zu den kurzfristigen Beschäftigungen und ist damit sozialversicherungsfrei; Meldungen an die Krankenkasse und die Berufsgenossenschaft sind jedoch Pflicht. „Auch wenn der Aufwand erstmal hoch erscheint: Im besten Fall werden aus Ferienjobbern Azubis“.

Die IHK Ostbrandenburg ist die größte Interessenvertretung der Wirtschaft zwischen Schwedt und Eisenhüttenstadt, zwischen Berlin und der Oder.