IHKs: Keine Zettelwirtschaft bei Tests

Im Zuge der Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin am 3. März  erwarten Brandenburger IHKs alltagstaugliche Lösungen beim Testen und Nachverfolgen für die Brandenburger Landesverordnung.
Carsten Christ, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern (IHKs) des Landes Brandenburg
“Die regionale Wirtschaft hat schnellere und weitreichendere Lösungen erwartet. Der Bund sieht nach wie vor die Wirtschaft als Gefahrenbereich und Pandemietreiber. Ohne belastbare Daten wird damit ein großer Bereich der Gesellschaft ins Abseits gestellt und mitsamt unzähliger Beschäftigter an den Rand der Existenz gedrängt.
Der Vierklang aus Impfen, Testen, Kontaktnachverfolgung und Öffnung kann nachvollzogen werden. Flächendeckende Tests, die der Bund auch in den Unternehmen zahlen muss, führen bekanntlich zu steigenden Inzidenzwerten, die den realen Pandemieverlauf nicht abbilden. Somit steigt künstlich das Risiko erneuter Schließungen - ein Mindestmaß an Planbarkeit für einzelne wirtschaftliche Bereiche wird so nicht erreicht. Für das Land Brandenburg erwarten wir nun, beispielsweise für den Handel, Tourismus und das Gastgewerbe zusätzliche Regelungen, die die landestypischen und zahlreichen Open-Air-Voraussetzungen berücksichtigen. 

Das Land muss das Testen und Nachverfolgen alltagstauglich organisieren, und die Zettelwirtschaft muss ein Ende haben. Ein Test muss für mehrere Einlassberechtigungen und eine bestimmte Dauer taugen, egal ob für den Einkauf, den Job oder die Freizeit. Das kann ein Bändchen am Handgelenk sein oder ein QR-Code auf dem Handy. Für kreative und praxisnahe Lösungen steht die Brandenburger Wirtschaft bereit.”
Die Landesarbeitsgemeinschaft ist eine Kooperation der drei Industrie- und Handelskammern im Land Brandenburg. 
Sie vertritt die Interessen von etwa 160.000 Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung.