Fördern

Betriebliche Gesundheitsförderung

Unternehmensführung und Gesundheitsförderung
 

Gesundheitsfördernde Maßnahmen gehören zu einem wichtigen Baustein der Unternehmensführung. Mit der Unternehmensstrategie der betrieblichen Gesundheitsförderung profitieren Betriebe von zufriedenen, gesunden und somit auch belastbaren Mitarbeitern.
Was ist Betriebliches Gesundheitsmanagement?
Gesunde und motivierte Mitarbeiter gehören heute zu den Wettbewerbsfaktoren erfolgreicher Unternehmen. Jeder Krankheitstag ist ein Verlust für das Unternehmen. Rahmenbedingungen für gesundes Arbeiten helfen Fehltage zu reduzieren. Hierbei kann ein Betriebliches Gesundheitsmanagement von Vorteil sein.
Das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) besteht aus den Elementen:
  • Arbeits- und Gesundheitsschutz:
    Vermeidung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten
  • Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM):
    Überwindung von Arbeitsunfähigkeit und die Vermeidung von Fehlzeiten sowie die (Re-)Integration von chronisch kranken Mitarbeitern
  • Personalmanagement (Personalstrategie, Personal- & Organisationsentwicklung)
  • Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF):
    Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit der Mitarbeitenden (Verhaltens- und Verhältnisprävention)
Unternehmensführung nach einem Betrieblichen Gesundheitsmanagement unterscheidet sich vom Angebot einzelner gesundheitsfördernder Maßnahmen wie gesunde Ernährung oder Rückenschulen deutlich. Die Einführung eines BGM bedeutet für Unternehmen, die Prozesse unter dem Aspekt der Gesundheit durch Einsatz verschiedener Instrumente zu gestalten.

Hinweise zur Umsetzung gesundheitsfördernder Maßnahmen

Gemeinsame Initiative der gesetzlichen Krankenkassen

Die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) in Brandenburg unterstützen Unternehmen in Brandenburg bei der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF). Mit dem Beratungs- und Informationsportal der regionalen Koordinierungsstellen erhalten Unternehmen unabhängig von Branche und Beschäftigtenzahl eine kostenfreie, professionelle Anlaufstelle in Sachen betrieblicher Gesundheitsförderung.

Maßnahmen mit Steuervorteilen:

Nach dem Einkommenssteuergesetz (EStG), § 3 Nr. 34 kann ein Unternehmen pro Mitarbeiter und pro Jahr immerhin 500 Euro lohnsteuerfrei für Maßnahmen der Gesundheitsförderung investieren. Dabei werden Maßnahmen steuerbefreit, die hinsichtlich Qualität, Zweckbindung und Zielgerichtetheit den Anforderungen der §§ 20 und 20a Abs. 1 i. V. mit § 20 Abs. 1 Satz 3 SGB V genügen. Hierzu zählen unter anderem Bewegungsprogramme, Ernährungsangebote, Suchtprävention und Stressbewältigung. Nicht darunter fallen hingegen Beiträge bei Sportvereinen oder Gesundheitszentren wie Fitnessstudios. Ein Steuerberater kann dazu weiterführende Informationen geben.

Ausnutzung der Freigrenze für Sachbezüge

Hier liegt die maximale Grenze liegt bei 44 Euro pro Mitarbeiter und Monat. Es gibt keine Vorgaben, was die Ausgestaltung der Maßnahmen angeht. Eine Analyse vor der Durchführung der Maßnahme ist nicht zwingend notwendig. Es wird aber eine Klärung mit dem Finanzamt empfohlen.

Das Programm unternehmensWert: Mensch

Das Förderprogramm für die moderne Personalpolitik unternehmensWert:Mensch hat sich auf die Bedürfnisse des Mittelstands spezialisiert. Es wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Förderung unternehmerischen Know-hows (BAFA)

Die Förderung der Gründungs- und Mittelstandsberatung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) unter dem Namen „Förderung unternehmerischen Know-hows“ umfasst auch Themen rund um das Gesundheitsmanagement.

Leitfaden BGM – Checkheft

Hilfestellung bei der Einführung und Umsetzung von Gesundheitsmanagement bietet das Checkheft des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) e.V.

Weiterbildungsangebote

Für die Qualifikation eines Ansprechpartners gibt es den IHK-Zertifikatslehrgang für Betriebliches Gesundheitsmanagement.