Coronavirus

Cybercrime in der Coronakrise

Nachfolgende Informationen betrachten Cybercrime-Phänomene, die sich mit der Corona-Pandemie entwickelt bzw. angepasst haben und der Polizei bekannt geworden sind. Neben den eher klassischen Cyberdelikten werden im Bundesgebiet vermehrt Straftaten mit Corona-Bezug festgestellt. Es wird damit gerechnet, dass die Bedrohungslage kurz- bis mittelfristig anhält und die Täter die Situation weiter ausnutzen könnten.
Seien Sie stets wachsam und kritisch bei der E-Mail Bearbeitung!
Vorsicht bei den folgenden E-Mails und Webseiten:
  • Es wurden mehrere Sachverhalte angezeigt, in denen E-Mails im Namen der Arbeitsagentur (kurzarbeitergeld@arbeitsagentur.de) gesendet wurden. Das Antworten erfolgt an kurzarbeiter-geld@arbeitsagentur-service.de.
    Die Täter wollten allem Anschein nach, die Daten der Unternehmen verwenden, um Kurzarbeitergeld in deren Namen zu beantragen.
  • Ab 04. Mai 2020 wurden vermehrt E-Mails angezeigt, die im Namen der zuständigen Banken für Soforthilfen versendet wurden. Die Absende-E-Mail-Adressen beginnen mit „corona-zuschuss“ und enden auf „.de.com“., wie z. B. corona-zuschuss@nbank.de.com. Die E-Mails enthalten den Betreff „Corona Zuschuss - Bestätigung und Belehrung“ sowie zwei Anhänge mit den Namen „Rechtsbelehrung_Zuschussempfaenger.pdf“ und „Bescheinigung_Finanzamt.pdf“.
    Die Täter bauen in dem Schreiben eine Drohkulisse auf und informieren über vorgebliche Straftatbestände bei ungerechtfertigtem Erhalt von Soforthilfen. Sie fordern zu einer elektronischen Kontaktaufnahme im Kontext einer Fördergeld-Rückzahlung auf.
  • Erpressung: Unternehmen wurden per E-Mail kontaktiert und mitgeteilt, dass ein Mitarbeiter mit Corona infiziert sei. Es soll ein gewisser Betrag in der virtuellen Währung Bitcoin gezahlt werden, andernfalls werden Behörden darüber informiert.
  • Fake-Shops und Fake-Webseiten: Es werden online Corona-Impfmittel, Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel etc. angeboten, jedoch nicht geliefert.
  • Beantragung staatlicher Soforthilfen (Subventionsbetrug): In einigen Bundesländern wurden die offiziellen Webseiten staatlicher Soforthilfen kopiert und unter anderen Domains veröffentlicht. So beispielsweise bei der sächsischen Aufbaubank (SAB). Die richtige Webseite ist portal.sab.sachsen.de, die von den Tätern registrierte sachsen-sab.de.
  • Hinweis zum Soforthilfe-Programm der ILB Brandenburg:
    Ab dem 6. Mai 2020 erfolgt das Antragsverfahren nicht mehr über die E-Mailadresse soforthilfe-corona@ilb.de, sondern über das Kundenportal https://kundenportal.ilb.de/irj/portal.
    Weitere Infos zum Programm auf der Website der ILB: Informationen
Anzeigenerstattung im Land Brandenburg erwünscht
Wenn Sie von einem der genannten Phänomene oder einer anderen Begehungsweise von Straftaten im Zusammenhang mit. COVID-19 (Corona) betroffen sind, wird um Anzeigenerstattung auf der Website der Polizei Brandenburg oder bei der örtlich zuständigen Polizeidienststelle gebeten. Weitere Hinweise auch im PDF-Download.