Chemikant/ -in

Allgemeines

Arbeitsgebiet:
Chemikanten/Chemikantinnen arbeiten vorwiegend in der chemischen Industrie sowie in verwandten Industriezweigen. Dazu gehören Unternehmen der Grundstoffindustrie, Mineralöl- und Baustoffindustrie sowie Fabrikationsbetriebe zur Herstellung von Arzneimitteln, Pflanzenschutz- und Düngemitteln, Kunststoffen und Kunstfasern, Farben und Lacken, Waschmitteln, Nahrungs- und Genußmitteln, Kosmetika, Photochemikalien.
Ihr Einsatzgebiet umfasst die Herstellung, Entwicklung und Kontrolle chemischer Produkte im Produktionsverfahren. Daneben sind sie für die Bedienung, Überwachung und Wartung der Produktionsanlagen zuständig.
Branchen/ Betriebe:
Unternehmen der chemischen oder Mineralölindustrie
Berufliche Fähigkeiten:
Chemikanten/innen
  • überwachen, steuern und dokumentieren Produktionsabläufe und Verarbeitungsprozesse mit Hilfe von Computer und Prozessleittechnik,
  • gewährleisten einen weitgehend störungsfreien Prozessablauf,
  • planen und kontrollieren Arbeitsschritte zur Herstellung und Verarbeitung verschiedener Produkte,
  • warten Geräte und Anlagen und sorgen für deren Instandhaltung,
  • bestimmen Stoffkonstanten und Stoffeigenschaften,
  • entsorgen Abfallstoffe umweltgerecht.

Ausbildungsdauer:     3,5 Jahre                                                                                                          

Inkrafttreten:    01. August 2009
Berufsschule:
Landkreis Oder-Spree und Stadt Frankfurt (Oder)
Oberstufenzentrum Lausitz im SeeCampus Niederlausitz
Abteilung 1 - Schwarzheide




abt1.seecampus@oszlausitz.de

Landkreise Märkisch-Oderland, Barnim und Uckermark
Oberstufenzentrum Uckermark
Abteilung 3 - Chemie, Physik, Biologie / Elektrotechnik / Metalltechnik




abt3@osz-uckermark.de

Module zur Einstiegsqualifizierung (EQ):
Labortechnische Arbeiten
Chemie - Prozessvorbereitung
Fortbildungsmöglichkeiten (Auswahl):
Geprüfter Industriemeister/-in Fachrichtung Chemie
Technische(r) Betriebswirt/-in (IHK)

Ausbildungsschwerpunkte

  1. Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht;
  2. Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes;
  3. Betriebliche Maßnahmen zum verantwortlichen Handeln (Responsible Care):
    3.1 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,
    3.2 Anlagensicherheit,
    3.3 Umweltschutz,
    3.4 Einsetzen von Energieträgern,
    3.5 Umgehen mit Arbeitsgeräten und -mitteln einschließlich Pflege und Wartung,
    3.6 Qualitätsmanagement, Kundenorientierung,
    3.7 Kostenorientiertes Handeln;
  4. Arbeitsorganisation und Kommunikation
    4.1 Planen und Steuern von Prozess-, Betriebs- und Arbeitsabläufen,
    4.2 Arbeiten im Team,
    4.3 Informationsbeschaffung, Dokumentation,
    4.4 Kommunikations- und Informationssysteme;
  5. Umgehen mit Arbeitsstoffen und Bestimmen von Stoffkonstanten;
  6. Verfahrenstechnische Grundoperationen;
  7. Installationstechnische Arbeiten;
  8. Instandhaltung von Fördermitteln;
  9. Messtechnik;
  10. Betreiben von Produktionsanlagen;
  11. Thermische und mechanische Verfahrenstechnik;
  12. Instandhaltung von Produktionseinrichtungen;
  13. Steuer- und Regelungstechnik;
  14. Optimieren von Produktionsabläufen;
Vier Wahlqualifikationen aus der folgenden Auswahlliste, wobei mindestens eine Wahlqualifikation aus den Nummern 1 bis 8 zu wählen ist.
                1. Produktionsverfahren,
                2. Verarbeitungstechnik,
                3. Vereinigen von Stoffen,
                4. Trocknen,
                5. Zerkleinern,
                6. Extrahieren,
                7. Klassieren und Sortieren,
                8. Entstauben,
                9. Pneumatik und Hydraulik,
              10. Rohrsystemtechnik,
              11. Elektrotechnik,
              12. Automatisierungstechnik,
              13. Umwelttechnik,
              14. Labortechnik,
              15. Qualitätsmanagement,
              16. Logistik, Transport und Lagerung,
              17. Kälte- und Tieftemperaturtechnik,
              18. Anwenden produktionsbezogener mikrobiologischer
              19. Arbeitstechniken,
              20. Internationale Kompetenz.
Die Fertigkeiten und Kenntnisse sollen nach der Anleitung zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der Berufsausbildung vermittelt werden.