Ausbildungsbetriebe sind optimistisch

IHK Ostbrandenburg verzeichnet keine gekündigten Ausbildungsverträge
Kein IHK-Betrieb in Ostbrandenburg hat einen Ausbildungsvertrag aufgrund der Pandemie gekündigt. Das ist eine Aussage einer repräsentativen Befragung unter den Ausbildungsunternehmen im Kammerbezirk. 
„Das freut uns wirklich ungemein“, sagt Michael Völker, Geschäftsbereichsleiter Aus- und Weiterbildung. „Trotz aller Widrigkeiten haben die Unternehmer ihre betriebliche Zukunft und die Fachkräftesicherung fest im Blick. Für sie bleibt die duale Ausbildung offensichtlich erste Wahl, um Fachleute zu rekrutieren.“
Grafik zu Umfrage zur Ausbildungssituation im Kammerbezirk Ostbrandenburg
In mehr als neun von zehn Betrieben wurde weiter regulär ausgebildet. Selten musste Kurzarbeit für einen Azubi (10,5 Prozent) angemeldet werden. Mehr als 40 Prozent der befragten Ausbildungsbetriebe brauchen keine Unterstützung bei der Ausbildung; mehr als ein Drittel wünscht sich bessere digitale Lernangebote. Auch die Absichten für das kommende Ausbildungsjahr gleichen denen
im Jahr zuvor: Knapp 57 Prozent werden die gleiche Anzahl von Plätzen bereitstellen, zwölf Prozent weniger und 27 Prozent wollen in 2020 aussetzen. 
Die IHK Ostbrandenburg befragte 800 Mitgliedsunternehmen aus allen Branchen mit den verschiedensten Mitarbeiterzahlen, die derzeit mindestens einen Auszubildenden unter Vertrag haben. Vor Ende des Schuljahres wird trotz Kontakteinschränkungen Schulabgängern, Eltern und Mitgliedsunternehmen eine Beratungskampagne angeboten.