Internationalisierung

BREXIT - Are you ready?

Am 29. März 2017 hat die britische Regierung die Europäische Union offiziell über ihre Austrittsabsichten informiert. Am 01.02.2020 ist Großbritannien formal aus der EU ausgetreten. 
Was wurde bisher in den Verhandlungen erreicht? Welche Auswirkungen hat der Austritt eines Landes, in dem über 2.200 deutsche Unternehmen investiert haben und zu dem ein engmaschiges Wirtschaftsverhältnis besteht, auf die Wirtschaft?
Zwischenzeitlich konnten sich die Parteien auf eine Übergangsphase bis zum 31. Dezember 2020 einigen. In dieser Phase soll Großbritannien Teil des Europäischen Binnenmarktes und Mitglied der Zollunion bleiben. Wirtschaftlich soll bis zu diesem Zeitpunkt alles beim Alten bleiben. Die Unternehmen erhalten mehr Zeit, sich auf die Folgen des Austritts vorzubereiten.
Welche Regeln nach Ablauf der Übergangsphase gelten sollen, ist derzeit ungewiss. Beide Seiten sprechen sich aktuell für den Abschluss eines Freihandelsabkommens zwischen der EU-27 und Großbritannien aus. Ob es gelingt in allen offenen Punkten bis zum Ende des Jahres 2020 Einigkeit zu erzielen, ist schwer einzuschätzen. Gelingt dies nicht, wird Großbritannien zum Drittland.
Diese Ausgangslage ist Grund genug, sich ausführlich mit der Frage zu befassen, ob das eigene Unternehmen auf die anstehenden Veränderungen vorbereitet ist. Folgende Handlungsfelder sind zu prüfen:

-          Zollformalitäten und Ursprungsregeln
-          Verbote und Beschränkungen

-          Luftverkehr/ Straßengüterverkehr

-          Finanzdienstleistungen

-          Investitionen

-          Vertragsverhältnisse

-          Bezug von Dienstleistungen aus Großbritannien

-          Beendigung der Personenfreizügigkeit

-          CE Kennzeichnung

-          Produktnormen und Standards

-          Steuern

-          Gesellschaftsrecht/Limited Gesellschaften

Die Industrie- und Handelskammern haben für diese Selbstüberprüfung eine Checkliste erarbeitet.
Von der IHK Ostbrandenburg gibt es außerdem eine Übersicht über ausgewählte Rechtsfragen.
Mithilfe des Brexit-Newsletters des DIHKs können sich interessierte Unternehmen stets auf dem Laufenden halten.
Auch die Mitarbeiter der IHK Ostbrandenburg stehen regionalen Firmen als Ansprechpartner zur Verfügung.