Aus- und Weiterbildung

Azubis beurteilen ihre Ausbildung positiv

 Die Auszubildenden sind mit Ihrer Ausbildung zufrieden!
Das ist das Ergebnis der diesjährigen Umfrage unter 25.000 Auszubildenden im 1. Lehrjahr aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen – wissenschaftlich begleitet von der Universität Erfurt.
Die Lernenden im ersten Lehrjahr bescheinigen den Firmen zu 84 Prozent ein gutes Betriebsklima, schreiben von netten und kompetenten Kollegen und werden von Mitarbeitern akzeptiert. Die Umfrage zeigt damit deutlich, wie positiv Jugendliche ihre Lehrzeit in IHK-Unternehmen werten. 
Acht von zehn Auszubildenden im Bereich der Industrie- und Handelskammern (IHK) in den neuen Bundesländern lernen in ihrem Wunschberuf.
„Der überwiegende Teil der Auszubildenden (ebenso 84 Prozent) lernt dabei in seinem Wunschberuf. Ein Beleg dafür, dass die Berufsorientierung zunehmend praxisgerechter und individueller ausgestaltet wird,“ sagt Michael Völker von der IHK Ostbrandenburg. Gleiches müsse vermehrt auch für Gymnasien gelten. „Das die Auszubildenden zufrieden mit ihrer Berufswahl und ihrem Ausbildungsunternehmen sind, spiegelt sich zudem auch darin wieder, dass 84 Prozent der Befragten ihr Ausbildungsunternehmen weiterempfehlen würden.”
Eine der grössten Herausforderungen für Unternehmen und Azubis ist jedoch die Entfernung zur Berufsschule. Die Bewerber signalisieren den Unternehmen immer öfter, dass der Berufsschulstandort ein wesentlicher Aspekt für die Attraktivität der Ausbildungsstelle ist und sie ungern lange Fahrzeiten in Kauf nehmen. 25 Prozent der Jugendlichen sind eine Stunde und länger zur Berufsschule unterwegs. Um die Berufsausbildung antreten zu können, sind zudem rund ein Viertel der Jugendlichen umgezogen. Die Berufsschule ist ein wichtiges Kriterium für die Berufswahl. Und doch – die Unternehmen machen das Mögliche, alle Zielgruppen für die Berufsausbildung aufzuschließen, sie gut auf die Ausbildung vorzubereiten und mit Qualität in der fachlichen und persönlichen Betreuung zu punkten. So übernimmt fast jedes zweite Unternehmen zusätzliche Kosten für den Berufsschulbesuch (z.B. Fahrtkosten, Wohnheimkosten etc.).
 Ergebnisse im Überblick:
  1. In der Regel ist es tatsächlich der Wunschberuf, der erlernt wird. 84 Prozent der Azubis erhielten einen Ausbildungsvertrag in ihrem Wunschberuf.
  2. Bei den erfolgreichsten Maßnahmen beruflicher Orientierung sind sich die Azubis mit den Betrieben einig. Je praktischer, desto besser. Praktika liegen an der Spitze (75 Prozent) - gefolgt von Messen und Infoveranstaltungen (60 Prozent).
  3. Eltern bleiben die wichtigsten „Influencer“ für die berufliche Zukunft ihrer Kinder. Persönliche Gespräche mit Ausbildungsverantwortlichen werden von Jugendlichen gern zusätzlich genutzt und in Anspruch genommen, um ihre Vorstellungen und den Traumberuf zu konkretisieren.
  4. Am stärksten wird die Berufswahl von der Nähe zum Heimatort (65 Prozent), der Betriebsgrösse (57 Prozent) und der Vergütung (53 Prozent) beeinflusst.
  5. Anders als für ein Studium finden Ausbildungsinteressierte fast immer das passende Angebot im Heimatbundesland und in der Nähe zum Heimatort. Lediglich ein Viertel der Auszubildenden haben für die Aufnahme der Berufsausbildung einen Wohnortwechsel vorgenommen - dabei findet der Umzug häufiger von ländlichen in die städtischen Regionen statt.
  6. Die Zeiten von Stapeln von Bewerbungsmappen sind endgültig vorbei. Mehr als die Hälfte der Jugendlichen schrieb nur bis zu fünf Bewerbungen.
  7. Wichtig fürs Azubi-Marketing über Social-Media-Kanäle: Rund 40 Prozent der Jugendlichen sind durch Internetinformationen auf ihren Ausbildungsbetrieb aufmerksam geworden und bewerten Soziale Netzwerke als sehr hilfreich für die Berufswahlentscheidung.
  8. Schönster Lohn für die Unternehmen: viele Jugendliche würden ihren Ausbildungsbetrieb weiterempfehlen (84 Prozent). Befragt nach dem Warum, bescheinigen sie ihren Betrieben ein gutes Betriebsklima, nette und kompetente Kollegen, gutes Image des Betriebes und vor allen die Akzeptanz der Kollegen.