12.7.2021 | Corona-Pandemie

Corona-Arbeitsschutzstandard für Unternehmen

Abstand, Hygiene und Masken sind die wichtigsten Maßnahmen im Umgang mit COVID-19 am Arbeitsplatz. Maßnahmen für den Gesundheitsschutz der Beschäftigten sind in der bis zum 10. September 2021 verlängerten SARS-CoV-2-Arbeitschutzverordnung  geregelt. Zusammen mit dem SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard und der konkretisierenden Arbeitsschutzregel in der Fassung vom 22.2.2021 liegt damit ein umfassendes Vorschriften- und Regelwerk zum betrieblichen Infektionsschutz vor. Empfehlungen der Berufsgenossenschaften zur SARS-CoV-2, die sich ebenfalls am Arbeitsschutzstandard des BMAS orientieren, werden zusätzlich für branchenspezifische Konkretisierungen empfohlen.  

Neue Regelungen der SARS-CoV-2-Arbeitsschutz-Verordnung

Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) des BMAS sieht Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter und Verhinderung der weiteren Ausbreitung des Coronavirus in Arbeitsstätten vor. Die Verordnung findet Anwendung in der bisherigen Form bis zum 10. September 2021.
Im Detail gilt insbesondere Folgendes: 
  • keine verbindlichen Vorgaben von Homeoffice: Homeoffice ist weiterhin eine Maßnahme zur Vermeidung betrieblicher Personenkontakte, nunmehr nicht mehr verbindlich geregelt
  • Ist die gleiche Nutzung von Innenräumen durch mehrere Personen erforderlich, gibt es keine Vorgaben mehr zur Einhaltung von Mindestflächen pro Person, Der Mindestabstand von 1,50 m muss aber grundsätzlich eingehalten werden und die gleichzeitige Nutzung von Innenräumen ist auf das Minimum zu beschränken.
  • Die Maskenpflicht bleibt grundsätzlich bestehen. Der Arbeitgeber ist aber nur noch dort verpflichtet, mindestens medizinische Masken vorzuhalten, wo technische oder organisatorische Maßnahmen keinen ausreichenden Schutz bieten.
  • Der Arbeitgeber hat seinen Beschäftigten mindestens zweimal pro Kalenderwoche den Test zum Nachweis des Erregers des Coronavirus anzubieten, sofern die Beschäftigten nicht ausschließlich von Zuhause aus arbeiten. Testangebote sind nicht erforderlich, sofern Arbeitgeber andere geeignete Schutzmaßnahmen trifft und damit einen gleichwertigen Schutz der Beschäftigten gewährleisten kann. Nachweise über die Beschaffung von Tests und Vereinbarung mit Dritten über die Testung der Beschäftigten ist bis zum 10. September 2021 aufzubewahren.
Ausführliche Information dazu unter www.bams.de
SARS-CoV-2 Arbeitsschutzstandard
Die Verantwortung für die Umsetzung eines am Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung ausgerichteten betrieblichen Maßnahmenkonzept trägt der Arbeitgeber. Unterstützung geben dabei die Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsärzte. 
In den FAQs der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (baua:) sind detaillierte Hinweise zu verschiedenen Bereichen des Arbeitsschutzes ausgeführt:
  • Schutzausrüstungen und Maske
  • Desinfektionsmittel
  • Technische Schutzmaßnahmen
  • Führung, Kommunikation und Unterweisungen
  • Arbeiten im Homeoffice
  • psychische Belastung
  • schutzbedürftige Beschäftigte und Umgang mit Erkrankungen

Aushänge und Aufsteller

Beispielvorlagen für Aushänge oder Aufsteller mit gängigen Regeln und Hinweisen, die Unternehmer in ihrem Geschäft einsetzen können, auf dieser Seite unter “Weitere Informationen”.

Arbeitsausfall bei positivem Schnelltest

Eine Entschädigung entsprechend dem Infektionsschutzgesetz § 56 kann auch gewährt werden, wenn nach einem positiven Schnelltest eine Absonderung vor gesetzlichen Anordnung der Absonderung durch das Gesundheitsamt nach erfolgt.
Die Antragstellung erfolgt online auf www.ifsg-online.de. In Brandenburg ist die zuständige Behörde für die Antragsbearbeitung das Landesamt für Soziales und Versorgung (LASV), weitere Informationen zum Antrag auf Verdienstausfall nach IfSG.