Hochschulumfrage 2011
Bachelor in den Unternehmen angekommen
Inzwischen haben 45 Prozent der Unternehmen Erfahrungen mit Absolventen der neuen Bachelor und Master-Studiengänge gemacht. Im Vergleich zur letzten Umfrage aus dem Jahr 2007 hat sich dieser Anteil verdoppelt. Kontakt
mit Bachelor-Absolventen hatten 39 Prozent der Unternehmen, 17 Prozent haben Erfahrungen mit Master-Absolventen.
Zufriedenheit rückläufig
63 Prozent der Unternehmen gaben an, dass sich ihre Erwartungen an die neuen Studienabschlüsse erfüllt haben. Die Zufriedenheit ist seit der letzten Umfrage aus dem Jahr 2007 allerdings leicht gesunken. Damals waren es noch 67 Prozent. Auch der Anteil der Unternehmen, für die sich die Erwartungen an Master- Absolventen erfüllt haben, sinkt von 70 Prozent auf 65 Prozent. Mit zunehmenden Erfahrungen hat also die Zufriedenheit der Unternehmen
abgenommen.
Die Reform stockt
Dies muss ein Warnsignal für die Hochschulen sein: Denn die Umsetzung der Hochschulreform zeigt aus Sicht der Unternehmen keine Fortschritte. Eine Verbesserung der Berufsbefähigung der Absolventen, eines der zentralen Ziele
der Reform, ist nicht eingetreten. Viele Hochschulen haben im Wesentlichen die Inhalte der alten Studiengänge übernommen, ohne sie auf die neuen Studienziele passgenau auszurichten. Die Hochschulen dürfen in ihren Reformbemühungen nicht nachlassen und müssen die Studieninhalte ständig hinterfragen, um so die Qualität des Studiums weiter zu verbessern.
Unternehmen kritisieren Praxisferne
15 Prozent der Unternehmen geben mangelnde praktische Erfahrungen der Bachelor- Absolventen als Grund an, dass ihre Erwartungen nicht erfüllt wurden. Dieser Anteil hat sich seit 2007 verdoppelt. Insbesondere die Streichung
von Praxisphasen bei der Umstellung von Diplom- auf Bachelor-Studiengänge wirkt sich negativ auf die Beschäftigungsfähigkeit der Absolventen aus.
Praxisanteile ausbauen
Der DIHK schlägt daher eine bessere Verknüpfung des Studiums mit der betrieblichen Praxis vor. Dazu gehören Pflichtpraktika, Projektarbeit ab dem ersten Semester, Seminare mit Unternehmern und ein intensiverer Austausch zwischen Hochschule und Wirtschaft über die Lehrinhalte. Nur wenn schon während des Studiums Theorie und Praxis miteinander verbunden werden, kann das Bologna-Ziel einer verbesserten Beschäftigungsfähigkeit von Hochschulabsolventen erreicht werden.
Die Studie finden Sie hier.
Inzwischen haben 45 Prozent der Unternehmen Erfahrungen mit Absolventen der neuen Bachelor und Master-Studiengänge gemacht. Im Vergleich zur letzten Umfrage aus dem Jahr 2007 hat sich dieser Anteil verdoppelt. Kontakt
mit Bachelor-Absolventen hatten 39 Prozent der Unternehmen, 17 Prozent haben Erfahrungen mit Master-Absolventen.
Zufriedenheit rückläufig
63 Prozent der Unternehmen gaben an, dass sich ihre Erwartungen an die neuen Studienabschlüsse erfüllt haben. Die Zufriedenheit ist seit der letzten Umfrage aus dem Jahr 2007 allerdings leicht gesunken. Damals waren es noch 67 Prozent. Auch der Anteil der Unternehmen, für die sich die Erwartungen an Master- Absolventen erfüllt haben, sinkt von 70 Prozent auf 65 Prozent. Mit zunehmenden Erfahrungen hat also die Zufriedenheit der Unternehmen
abgenommen.
Die Reform stockt
Dies muss ein Warnsignal für die Hochschulen sein: Denn die Umsetzung der Hochschulreform zeigt aus Sicht der Unternehmen keine Fortschritte. Eine Verbesserung der Berufsbefähigung der Absolventen, eines der zentralen Ziele
der Reform, ist nicht eingetreten. Viele Hochschulen haben im Wesentlichen die Inhalte der alten Studiengänge übernommen, ohne sie auf die neuen Studienziele passgenau auszurichten. Die Hochschulen dürfen in ihren Reformbemühungen nicht nachlassen und müssen die Studieninhalte ständig hinterfragen, um so die Qualität des Studiums weiter zu verbessern.
Unternehmen kritisieren Praxisferne
15 Prozent der Unternehmen geben mangelnde praktische Erfahrungen der Bachelor- Absolventen als Grund an, dass ihre Erwartungen nicht erfüllt wurden. Dieser Anteil hat sich seit 2007 verdoppelt. Insbesondere die Streichung
von Praxisphasen bei der Umstellung von Diplom- auf Bachelor-Studiengänge wirkt sich negativ auf die Beschäftigungsfähigkeit der Absolventen aus.
Praxisanteile ausbauen
Der DIHK schlägt daher eine bessere Verknüpfung des Studiums mit der betrieblichen Praxis vor. Dazu gehören Pflichtpraktika, Projektarbeit ab dem ersten Semester, Seminare mit Unternehmern und ein intensiverer Austausch zwischen Hochschule und Wirtschaft über die Lehrinhalte. Nur wenn schon während des Studiums Theorie und Praxis miteinander verbunden werden, kann das Bologna-Ziel einer verbesserten Beschäftigungsfähigkeit von Hochschulabsolventen erreicht werden.
Die Studie finden Sie hier.







