Tourismusbericht Bilanz Sommer 2009 und Erwartungen Winter 2009/2010
Tourismusbranche kämpft mit Folgen der Krise
Jedes fünfte Unternehmen war mit der vergangenen Sommersaison unzufrieden. Das geht aus der traditionellen Umfrage der IHK Ostbrandenburg hervor.
„Die düsteren Prognosen für den Sommer 2009 haben sich nicht erfüllt, trotzdem hat die Krise in der Tourismuswirtschaft ihre Spuren hinterlassen“, sagt IHK-Tourismusreferent Dr. Thomas Kühne. Nur 13 Prozent der Hotels und Pensionen erreichten im vergangenen Sommer steigende Übernachtungszahlen. Alle anderen Beherbergungsunternehmen mussten sich mit gleich bleibenden oder gar rückläufigen Gästezahlen begnügen. „Den größten Einbruch gab es im Segment der geschäftlichen Übernachtungen, hier konnte kein Unternehmen einen Zuwachs erzielen“, erklärt Kühne. Etwas ausgeglichen wurde die Bilanz durch steigende touristische Übernachtungen.
Mit Sorgen blicken die Herbergsunternehmen auf den Winter. Nur vier Prozent der Hotels und Pensionen rechnen mit einer Verbesserung ihrer Lage. „Offensichtlich bereitet das Szenario einer durchschlagenden Welle steigender Arbeitslosigkeit und die damit sinkende Reiselust sowie die weiter abflauende Geschäftsreisetätigkeit den Firmen große Sorgen“, erklärt der IHK-Tourismusreferent. Jeder siebente Hotelier oder Pensionsbetreiber rechnet in den nächsten Monaten mit einem Personalabbau.
Wirte leiden unter Umsatz- und Ertragsrückgängen
In der Gastronomie verlief der Sommer nicht ganz so schlimm wie befürchtet. Allerdings beurteilt nur jeder vierte Wirt seine Geschäftslage als gut. Eine deutliche Mehrheit der Unternehmen musste im Sommer Umsatz- und Ertragsrückgänge hinnehmen. „Die Ursache dafür ist die krisenbedingte Konsumzurückhaltung“, sagt Dr. Thomas Kühne. „Die Wirte können ihre höheren Kosten nur schwer an die Gäste weiterreichen und somit sinken ihre Erträge.“ Eine Trendwende ist in der Gastronomie vorerst nicht in Sicht. Im Winter rechnet ein Drittel der Restaurants und Kneipen gar mit einer Verschlechterung seiner wirtschaftlichen Lage.
Für die Reisebüros und Reiseveranstalter hat sich die Geschäftslage im Sommer 2009 gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Allerdings gibt es ganz unterschiedliche Trends. „Nach längeren Rückgängen in den vergangenen Jahren verzeichnet jedes zweite Reisebüro in diesem Sommer wieder steigende Buchungen bei Auslandsreisen“, betont der IHK-Tourismusreferent. Bei den Reiseveranstaltern waren dagegen besonders Inlandsreisen gefragt. Sie erwarten auch im Winter eine gute bis befriedigende Entwicklung ihrer Geschäftslage. Gut zwei Drittel der Busunternehmen stellen sich in den nächsten Monaten dagegen auf eine Verschlechterung ihrer Situation ein.
Vollständigen Bericht als PDF-Datei.






